Mitglied der International Aikido Federation (IAF) und der European Aikido Federation (EAF) - Vom Hombu Dojo Tokio anerkannter Fachverband

Aufgeschnappt

Tipps fürs ONLINE-Training
26.05.2020

Online-Training

 

Liebe Aikidokas,

einige Dojos haben es mittlerweile ausprobiert, auch mal Online Training zu geben und festgestellt, es bringt seine eigenen Herausforderungen mit sich.
Till und Stella (Mainz) haben sich zusammengesetzt, um das Online-Trainieren etwas greifbarer zu machen und Tipps zu geben, wie es einfacher von der Hand gehen kann. Diese wollen wir in diesem Newsletter aufgreifen.

Ihr habt Euch für eine Plattform entschieden, die Euren Anforderungen gerecht wird? Na dann kann es ja losgehen!

Insbesondere vor den ersten Trainingseinheiten kann es enorm helfen, die Organisation derart zu gestalten, dass sich alle früher einwählen. So können Fragen rund um Technik und Inhalt vorab geklärt werden. Und, so klappt`s auch mit dem Online-Training pünktlich zu beginnen.

Grundsätzlich lassen sich zwei Trainingsmodi unterscheiden. Wir nennen sie hier mal „Lehren“ und „Interagieren“.

Beim Lehren sind alle Teilnehmer außer dem Lehrer stumm geschaltet. Ggf. sind Rückmeldungen über bspw. die „Daumen hoch“ und „Applaus“-Funktionen möglich. Für den Lehrer bedeutet dies jedoch, dass er mit dem „Mangel“ an Rückmeldungen zurechtkommen muss. Dies verlangt vom Übungsleiter viel innere Klarheit beim Unterrichten ab.

Gerade diese Form des Trainings kann dazu verleiten, dass man ggf. zu schnell im Training fortschreitet. Deshalb als Tipp: achtet auf Eure Geschwindigkeit und macht ggf. Pausen.

Auch wenn der Übungsleiter das Training führt und einen Großteil der Verantwortung für die Qualität des Training trägt, ist insbesondere hier aber auch viel Eigenverantwortung von den Schülern gefragt.

Beim „Interagieren“ – wie das Wort schon sagt, interagieren Übungsleiter und Schüler während des Trainings miteinander. Hier kann es deshalb wichtig sein, dass für das An- und Abgrüßen, sprich Ein- und Ausloggen, eine geordnete Moderation gibt. Hilfreich ist zudem, Regeln für das gemeinsame Training frühzeitig zu klären.

Bei dieser Art des Trainings muss der Übungsleiter stärker als Moderator agieren, um die Kommunikation zu unterstützen. Bspw. stellen Aspekte wie das nacheinander Reden oder die Koordination von Ton und Bild bei mehreren Teilnehmern besondere Herausforderungen in der Online-Kommunikation dar.

Deshalb als Tipp: eine liebevolle, aber dennoch klare Steuerung der Kommunikation kann enorm hilfreich sein. Ggf. lassen sich die Aufgaben auch auf zwei Personen aufteilen, so dass einer sich bspw. um die Organisation und ein anderer um die Inhalte kümmert.

Welche Form des Trainings für Euer Dojo geeignet ist, hängt auch bspw. von der Anzahl der Teilnehmerzahl ab. Beim Interagieren kann der Übungsleiter auch einzelne Schüler in ihren Bewegungen korrigieren. In größeren Gruppen kann dies jedoch schwerer durchgeführt werden. Das Training richtet sich auch stark an den Teilnehmern aus: Anfänger, Fortgeschrittene, Kinder, Erwachsene, … - hier steht der Übungsleiter wohl vor den gleichen Herausforderungen wie auf der Tatami im Dojo. :)

Welche Erfahrungen konntet Ihr bisher sammeln? Lasst es uns wissen, damit wir diese und Eure Ideen weitergeben können. :)

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