Mitglied der International Aikido Federation (IAF) und der European Aikido Federation (EAF) - Vom Hombu Dojo Tokio anerkannter Fachverband

Was ist Aikido

Der harmonische Weg

Aikido wird mit Judo, Karate, Kendo usw. zu den Budo-Künsten gerechnet und ist tief in der fernöstlichen Tradition und Kultur verwurzelt. (Budo: wörtl. "Weg des Kriegers"). "Aikido" ist ein japanisches Wort:

AI   Die Silbe AI steht für Harmonie.
KI   bezeichnet die universelle Energie.
DO  steht für den Weg.

Aikido ist eine defensive, moderne Kampfkunst, die ohne Wettkampf und Leistungsdenken auskommt. Beim Üben von Aikido werden die Prinzipien des Annehmens eines Angriffs und des Ausweichens vermittelt. Nicht die physische Vernichtung eines Angreifers wird angestrebt, sondern seine Neutralisierung.

"Aggression zu kontrollieren ohne Verletzungen zuzufügen, das ist der friedvolle Weg." (Ueshiba Morihei, Gründer des Aikido, "The Art of Peace")

Die aggressive Energie eines Angriffs wird beim Aikido umgelenkt und gegen den Angreifer selbst zurückgeführt, um ihn unter Kontrolle zu bringen. Angriffe werden nie hart abgeblockt, sondern aufgenommen und in die eigene Bewegung integriert. Die Angriffsenergie des Gegners gilt es für sich selbst gewinnbringend einzusetzen. Hierdurch entstehenden fließende Bewegungen, die charakteristisch sind für das Aikido.

Die hohe Wirksamkeit der Aikidotechniken beruht nicht nur auf den Hebelgesetzen, durch deren Ausnutzung mit geringem Krafteinsatz verblüffende Effekte erzielt werden können. Weitere entscheidende Momente sind exaktes Timing, die gute Abstimmung auf den Angreifer, die Konzentration auf den einen wichtigen Punkt oder Moment, das Bewahren der eigenen ruhigen Mitte in der Bewegung, nicht zuletzt auch freies Atmen. Vollendet ausgeführt wirken Aikidobewegungen sehr ästhetisch und fast spielerisch.

Diese japanische Kampfkunst kann von jedem Menschen, der körperlich nicht schwer erkrankt ist, unabhängig von seinem Alter und seiner Konstitution erlernt und bis ins hohe Alter auch praktiziert werden. Beim Aikido erlebt der Übende intensiv und unmittelbar das Lernen mit dem eigenen Körper. Blockaden werden abgebaut, der Geist wird wach und klar. Die traditionell-japanische Etikette, die beim Aikido eine große Rolle spielt, schult Achtsamkeit, Konzentration und den Umgang miteinander. Das Ziel des Aikido ist, eine Geisteshaltung zu entwickeln, die gelassen und frei von Aggression und Angst ist. Aikido ist nichts, was man irgendwann einmal kann, wie z.B. Fahrrad fahren. Beim Aikido ist, wie so oft im Leben, der Weg das eigentliche Ziel.

"Das Ziel des Aikido ist es, Körper und Geist zu trainieren und aufrichtige und ernsthafte Menschen hervorzubringen." (Regeln des Gründers für das Aikido-Training, ca. 1935)

Historie:

Aikido wurde von dem Japaner Morihei Ueshiba (1883-1969) entwickelt. Morihei Ueshiba erlernte verschiedene Kampfkünste und brachte sich darin jeweils bis zur Meisterschaft. 1922 entwickelte er ein eigenes System, das Aiki-Bujutsu und änderte 1925 die Bezeichnung in Aiki-Budo. Er unterrichtete in Japan als sehr bekannter Budo-Lehrer, dabei veränderte er sein Aiki-Budo fortlaufend, bis er es in der Zeit von 1941-1945 schließlich in Aikido umbenannte.

Morihei Ueshiba gründete unter anderem die zwei bedeutensten Aikido-Zentren (Dojos), das Ibaraki Dojo in Iwama und das Honbu Dojo in Tokyo, heute Sitz der Aikikai Foundation, Aikikai Tokyo. Das Honbu Dojo zertifiziert und verwaltet die weltweit vergebenen Meistergrade. Die International Aikido Federation (IAF) koordiniert und verwaltet in Unterstützung des Honbu Dojo die weltweiten Aikido-Aktivitäten. Dem Honbu Dojo in Tokyo ist auch der Aikikai Deutschland e.V. angeschlossen. Der Aikikai Deutschland e.V. ist Mitglied in der IAF.

Gegründet wurde der Aikikai Deutschland e.V. durch einen direkten Schüler von Morihei Ueshiba und Abgesandten des Honbu Dojo, Meister Katsuaki Asai, 8. Dan Aikido. Meister Katsuaki Asai brachte Aikido als erster Japaner 1965 nach Deutschland. Seit dieser Zeit verbreitet und lebt er Aikido in Deutschland.

Die Entwicklung und Verbreitung des Aikido in der Welt ist gemessen am Alter der Kampfkunst sehr groß. Es ist dabei zu beachten, dass Aikido keine schlagzeilenträchtigen Wettkämpfe oder Turniere durchführt, bei dem Sieger und Verlierer ermittelt werden können. Wettkämpfe und Leistungsdenken widersprechen den von Morihei Ueshiba geprägten Grundprinzipien des Aikido. Durch den Trend zu asiatischen Heil- und Kampfkünsten und der zunehmenden Aufmerksamkeit dem eigenen Körper und Geist gegenüber ist eine beständig wachsende Interessengemeinde entstanden.